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Intoleranz (Intolerance)
USA 1916, 190 min Filmart: Drama (1374) Regie: David Wark Griffith Drehbuch: David Wark Griffith Bauten: Frank "Huck" Wortman Kamera: G.W. Bitzer Musik: Joseph Carl Breil Produzent: David Wark Griffith Darsteller: Lillian Gish (Frau an der Wiege) Alfred Paget (Belsazar) Constance Talmadge (Mädchen aus den Bergen) Seena Owen (Attarea) George Siegmann (Cyrus) Howard Gaye (Christus) Lillian Langdon (Maria, die Mutter) Margery Wilson ("Braune Augen") Eugene Pallette (Prosper Latour) Inhalt: In vier parallel erzählten Episoden, einer zeitgenössischen Geschichte, der Eroberung Babylons durch die Syrer, Stationen aus dem Leben Christi und dem Blutbad an den Hugenotten in der Bartholomäusnacht von 1572, wird menschliche Intoleranz angeprangert. Anmerkungen: Nach seinem triumphalen Erfolg mit "The Birth of a Nation" wollte D. W. Griffith als nächstes ein modernes Sozialdrama, "The Mother and the Law" herausbringen. Der bereits fertiggestellte Film erschien ihm jedoch als Nachfolgewerk des Südstaatenepos als zu unbedeutend. Griffith entschloß sich daher, das Thema der modernen Geschichte mit drei weiteren Beispielen aus der Menschheitsgeschichte zu vertiefen. Ohne fertiges Drehbuch, aber mit einem Stab von Regieassistenten (Joseph Henabery, Erich von Stroheim, W. S. Van Dyke, Tod Browning u.a.) schaffte er es, seine Visionen in großartige Filmbilder umzusetzen. Mit seinem Versuch, vier Meisterwerke mit kühnen Montagetechniken zu einem Epos zu vereinen, überforderte Griffith jedoch das damalige Publikum, das an einfache Ein- und Zweiakter gewöhnt war. Griffith selbst hat später die Babylon-Episode und "The Mother and the Law" neu geschnitten und als eigenständige Filme herausgebracht. In dieser Fassung wurden sie auch 1924 in Deutschland aufgeführt ("Der Untergang von Babylon" und "Triumph der Liebe"). Die Original-Version ist nicht erhalten. |
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