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Abschied von gestern
BRD 1966, 88 min (45) Regie: Alexander Kluge Drehbuch: Alexander Kluge Author: Alexander Kluge Kamera: Edgar Reitz Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus Produzent: Heinz Angermeyer Darsteller: Hans Brammer (Professor) Ursula Dirichs (Mutter) Kaethe Ebner (Frau des Chefs) Palma Falck (Frau Budeck) E.O. Fuhrmann (Fallschirmjäger) Alexandra Kluge (Anita G.) Hans Korte (Richter) Werner Kreindl (Chef der Schallplattenfirma) Edith Kuntze-Pellogio (Bewährungshelferin Treiber) Günther Mack (Ministerialrat Pichota) Eva Maria Meineke (Frau Pichota) Peter Staimmer (Junger Mann) Inhalt: Anita G. kann sich in Deutschland, dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen ist, nicht zurechtfinden. 1937 in Leipzig zur Welt gekommen, darf sie unter den Nazis als Jüdin nicht den Schulunterricht besuchen. Zwanzig Jahre später flieht sie aus der DDR, um im "Goldenen Westen" ihr Glück zu finden. Anita lernt einflußreiche Männer kennen, wird von ihnen benutzt und herumgeschubst. Sie nimmt sich das, was sie braucht und wird wegen Diebstahls vor Gericht gestellt. Ihr Weg endet im Gefängnis, wo sie ihr erstes Kind zur Welt bringt. Anmerkungen: "Abschied von gestern" gehört zu den ersten erfolgreichen Werken des Jungen Deutschen Films. Alexander Kluge war einer der Initiatoren des Oberhausener Manifestes, in dem sich eine Gruppe junger Filmemacher für eine grundlegende Umgestaltung des deutschen Filmschaffens einsetzte. In diesem Zusammenhang entstanden solch anerkannte Werke wie Schlöndorffs "Der junge Törless"(1965) oder Schamonis "Es"(1966). "Abschied von gestern" erlebte seine Uraufführung auf den Filmfestspielen von Venedig, wo er die internationale Kritikerjury begeisterte, so daß man ihn mit neun Preisen ehrte. 1967 erhielt das Werk den Bundesfilmpreis als bester Spielfilm. |
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