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Abschied
BRD 1968, 102 min (42) Regie: Egon Günther Drehbuch: Günter Kunert Author: Johannes R. Becher Kamera: Günter Marczinkowski Darsteller: Klaus Hecke Andreas Kaden (Hans Gastl) Katharina Lind (Mutter) Rolf Ludwig (Vater) Jan Spitzer (Hans Gastl) Heidemarie Wenzel (Fanny) Mathilde Danegger (Großmutter) Inhalt: Hans Gastl, siebzehnjähriger Gymnasiast und einziger Sohn wohlhabender Eltern beginnt zu begreifen, was das heißt: Abschied nehmen. Mit wachen Sinnen erlebt er noch einmal Stationen der Kindheit und der beginnenden Reife. Die anfangs noch wirren Bilder der Erinnerung beginnen sich für ihn allmählich zu ordnen. Da sind die Streiche der Mitschüler Feck und Freyschlag, denen er Abscheu und Bewunderung gleichermaßen entgegenbrachte. Da sind die Begegnungen mit dem Arbeiterjungen Hartinger und dem jüdischen Mitschüler Löwenstein. Da ist Fanny, die kleine Zigarettenverkäuferin, bei der er Liebe und Geborgenheit suchte und die von ihrem Zuhälter ausgebeutet und schließlich ermordet wurde. Mit ihr erträumte er einst den Ausweg aus seinem psychischen Dilemma im Freitod. Und immer wieder und am deutlichsten ist da das Bild des Vaters, Oberstaatsanwalt Dr. Gastl. Der Vater, der aus seiner reaktionär-nationalistischen Gesinnung keinen Hehl macht, für den der Krieg "heilig" und "unabwendbar" ist, die rigorose Verurteilung Andersdenkender legitimes Recht. Von klein auf rebellierte Hans gegen die Scheinmoral seines Elternhauses, widersetzte sich den ständigen Forderungen des Vaters, endlich "anders" zu werden. Schließlich erinnert sich Hans seiner Begegnungen im Literatencafé, in dem sich ihm die Zeit in ihrer Widersprüchlichkeit am deutlichsten zeigte. Er denkt an sein Entsetzen, als mit Kriegsausbruch die Ungleichen zu Gleichgesinnten werden, der Vater zum Fanatiker, die Freunde zu vermeintlichen Patrioten, die ihn "Verräter" schimpfen. Und jetzt will Hans Gastl "anders" werden. Dem Vater schreit er's ins Gesicht: "Ich mache euren Krieg nicht mit!". "Es soll anders werden!" Anmerkungen: Egon Günthers Film (Szenarium: Günter Kunert) von 1968 basiert auf dem gleichnamigen, autobiographischen Roman von Johannes R. Becher, der 1940 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Mit Gespür für die historische Situation und die spezifischen Probleme des Helden setzt Günther Bechers Entwicklungsroman in Szene. Nach einer glanzvollen Studioabnahme und mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" versehen, wird "Abschied" dennoch kurz nach seiner Premiere aus dem Kinoprogramm zurückgezogen. "Leserbriefe" werfen Günther "Modernismus und Skeptizismus" sowie die "Zersetzung des Becherschen revolutionären Pathos" vor. Es folgte kein Verbot, trotzdem war von da an der Weg für Egon Günthers interessanten und eigenwilligen Film in die großen Kinosäle versperrt. |
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Abschied in der Dämmerung
JAP 1959, 0 min (5228) |
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Abschied vom falschen Paradies
BRD 1989, 92 min (43) Regie: Tevfik Baser Drehbuch: Tevfik Baser Bauten: Beate Langmaack Kostüme: Gabriele Friedrich Kamera: Izzet Akay Schnitt: Renate Merck Musik: Claus Bantzer Produzent: Ottokar Runze Darsteller: Zuhal Olcay (Elif) Brigitte Janner (Marianne) Ruth Olafsdottir (Gabriella) Barbara Morawiecz (Nora) Ayse Altan (Gülizar) Serpil Inanc (Hatrice) Karin Klugmann (Isolde) Inhalt: Die junge Türkin Elif sitzt wegen Mordes an ihrem Peiniger und Ehemann in einem deutschen Gefängnis. Jahrelang hatte sie seine grausamen Mißhandlungen und die langsame Auslöschung ihrer Persönlichkeit erduldet. "Befreit" von dem Druck der strengen Traditionen, der Religion und der Familie, genießt sie ihren neuen Lebensabschnitt und erfährt Freundschaft und Zuneigung durch ihre Mitgefangenen. Mit einem bis dahin nie dagewesenem Selbstbewußtsein will sie ihr Leben nach der Haftstrafe in die Hand nehmen, doch als türkische Kriminelle droht ihr die Abschiebung in die Türkei und die Blutrache ihres Schwagers. Anmerkungen: Drei Jahre nach dem Programmkino-Hit "40 qm Deutschland" entstand dieser Film frei nach dem Roman "Frauen, die sterben, ohne daß sie gelebt hätten" von Salina Scheinhardt, die einen authentischen Fall als Vorlage benutzt hat. Die Dreharbeiten waren mit zwei Risiken verbunden: Die Hauptdarstellerin Zuhal Olcay mußte parallel zu ihrer Rolle die deutsche Sprache erlernen. Zum zweiten war es für sie als Star in der Türkei schwierig, die im Buch vorgegebene Nacktszenen zu spielen. Von allen Kritikern wurde sie als große Entdeckung gefeiert. |
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Abschied vom Zauberwald
, 94 min (44) |
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Abschied von gestern
BRD 1966, 88 min (45) Regie: Alexander Kluge Drehbuch: Alexander Kluge Author: Alexander Kluge Kamera: Edgar Reitz Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus Produzent: Heinz Angermeyer Darsteller: Hans Brammer (Professor) Ursula Dirichs (Mutter) Kaethe Ebner (Frau des Chefs) Palma Falck (Frau Budeck) E.O. Fuhrmann (Fallschirmjäger) Alexandra Kluge (Anita G.) Hans Korte (Richter) Werner Kreindl (Chef der Schallplattenfirma) Edith Kuntze-Pellogio (Bewährungshelferin Treiber) Günther Mack (Ministerialrat Pichota) Eva Maria Meineke (Frau Pichota) Peter Staimmer (Junger Mann) Inhalt: Anita G. kann sich in Deutschland, dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen ist, nicht zurechtfinden. 1937 in Leipzig zur Welt gekommen, darf sie unter den Nazis als Jüdin nicht den Schulunterricht besuchen. Zwanzig Jahre später flieht sie aus der DDR, um im "Goldenen Westen" ihr Glück zu finden. Anita lernt einflußreiche Männer kennen, wird von ihnen benutzt und herumgeschubst. Sie nimmt sich das, was sie braucht und wird wegen Diebstahls vor Gericht gestellt. Ihr Weg endet im Gefängnis, wo sie ihr erstes Kind zur Welt bringt. Anmerkungen: "Abschied von gestern" gehört zu den ersten erfolgreichen Werken des Jungen Deutschen Films. Alexander Kluge war einer der Initiatoren des Oberhausener Manifestes, in dem sich eine Gruppe junger Filmemacher für eine grundlegende Umgestaltung des deutschen Filmschaffens einsetzte. In diesem Zusammenhang entstanden solch anerkannte Werke wie Schlöndorffs "Der junge Törless"(1965) oder Schamonis "Es"(1966). "Abschied von gestern" erlebte seine Uraufführung auf den Filmfestspielen von Venedig, wo er die internationale Kritikerjury begeisterte, so daß man ihn mit neun Preisen ehrte. 1967 erhielt das Werk den Bundesfilmpreis als bester Spielfilm. |
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Abschied von Matjora (Proschtschanije)
RUS 1983, 132 min Filmart: Drama (46) Regie: Elem Klimow Drehbuch: Larissa Schepitko Rudolf Tjurin German Klimow Author: Valentin Rasputin Kamera: Alexej Rodionow Juri Schirtladse Sergej Taraskin Musik: A. Artjonow Produzent: A. Rasskasow Darsteller: Stefanija Stanjuta (Darja) Lew Durow (Pavel) Alexej Petrenko (Voronzov) Leonid Krjuk (Petrucha) Vadim Jakowenko (Andrej) Inhalt: Das russische Dorf Matjora soll dem Stausee eines geplanten Wasserkraftwerks weichen. Die seit Generationen dort ansässigen Einwohner wehren sich mit allen Mitteln gegen eine Zwangsumsiedlung - doch ihr Widerstand ist umsonst. Sie müssen gehen; aber als das Wasser steigt, haben nicht alle Bewohner das Dorf verlassen. Anmerkungen: "Abschied von Matjora", nach der gleichnamigen Novelle von Valentin Rasputin, die erstmals 1976 veröffentlicht wurde, sollte ursprünglich von der Regisseurin Larissa Schepitko inszeniert werden. Sie hatte bereits das Drehbuch geschrieben und auch mit den Dreharbeiten begonnen, als sie am 2. Juli 1979 auf der Fahrt zum Drehort bei einem Autounfall ums Leben kam. Elem Klimow drehte 1980 zunächst eine Dokumentarfilm über seine Lebensgefährtin Larissa Schepitko und beschloß dann, das begonnene Projekt fortzusetzen. Das Drehbuch wurde daraufhin umgeschrieben; Probleme gab es mit der Rolle des Vollzugsbeamten Voronzov, der von dem bekannten Schauspieler Alexej Petrenko dargestellt werden sollte; für Petrenko war die Rolle nicht bedeutend genug. Also wurde sie ständig erweitert und ausgebaut. "Abschied von Matjora", erst 1983 fertiggestellt, wurde ausschließlich in kleinen Vorstadtkinos gezeigt und außerdem mit einem Exportverbot belegt, das man erst 1986 im Zuge der Glasnost-Politik aufhob. |
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Abschiedsblicke (Parting Glances)
USA 1985, 90 min (47) Regie: Bill Sherwood Drehbuch: Bill Sherwood Bauten: John Loggia Kamera: Jack Laskus Schnitt: Bill Sherwood Produzent: Arthur Silverman Darsteller: Steve Buscemi (Nick) Richard Ganoung (Michael) John Bolger (Robert) Adam Nathan (Peter) Kathy Kinney (Joan) Patrick Tull (Cecil) Yolande Bavan (Betty) Richard Wall (Douglas) Inhalt: Robert und Michael aus New York sind ein Paar wie andere auch: Sie albern herum, sie zanken sich, sie haben ihre Problemchen. Nach sechs Jahren ist ihre Liebe leicht lädiert, und daher verzieht sich Robert, sehr zum Leidwesen von Michael, für eine Zeitlang auf einen UNO-Posten in Kenia. Dieser Abschied bedeutet für Michael doch eine zu lange Unterbrechung, wenn nicht gar das Ende ihrer Beziehung. Anmerkungen: Mit einer Viertelmillion Dollar ist dieser in sieben Wochen abgedrehte Szenefilm eine echte Low-Budget-Produktion. Da das 35-mm-Format die Kosten mehr als verdoppelt hätte, wurde der Film in Super 16 aufgenommen und für den Kinostart auf 35 mm aufgeblasen. Schon beim Drehen achtete man deswegen auf besonders sorgfaltig ausgeleuchtete Schauplätze. Die authentisch wirkende Reportage aus der New Yorker Subkultur stellt Homosexualität als etwas Selbstverständliches dar. Regisseur Bill Sherwood wollte in seinem Debütfilm einfach die vorgegebenen Klischees vermeiden und weder das Lamento einer unterdrückten Minderheit noch das Hohelied des Anderssein anstimmen. |
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Zum Abschied Mord
USA 1992, 88 min (3135) Regie: Richard Friedman Darsteller: Joan Chen Parker Stevenson Emma Samms Michael Easton Inhalt: Als gefragtes Fotomodell ist Sarah Klein ständig unterwegs. Zur Erholung fährt sie mit ihrem Mann Ted für ein Wochenende in das leerstehende Haus ihrer Eltern, das an einem abgelegenen Badeort liegt. Im Haus am Meer hören die jungen Eheleute nachts die Notsirene eines Schiffes und fahren mit ihrem Motorboot zu der Jacht, auf der eine anderes Paar nahe der Küste durch einen Mastbruch in Bedrängnis geraten ist. Die äußerst attraktive Vanessa stellt sich als Dozentin vor, Shawn ist angeblich ihr Student. Sarah bietet den beiden an, zunächst bei ihnen zu bleiben. Bald wird ihr Shawn unheimlich. Der junge Mann ist offenbar ein Psychopath; als er Sarah zu vergewaltigen versucht, erschießt sie ihn in Notwehr. Ihr Mann reagiert entsetzt und drängt sie, nicht die Polizei einzuschalten, weil er um seine Karriere als Anwalt fürchtet; stattdessen schafft er die Leiche auf die Jacht und steckt das Schiff an, um vorzutäuschen, Shawn sei an Bord Opfer eines Brandes geworden. Doch damit ist die Sache noch längst nicht abgeschlossen... |
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